CfP: Zeitschrift Diskurs — Gefühle des Widerstandes?

Die zeitschrift diskurs hat einen neuen Call for Papers mit dem Titel „Gefühle des Widerstandes?“ veröffentlicht.

Hier ein kurzer Auschnitt mit dem thematischen Fokus des Calls:

Die kommende Ausgabe der Zeitschrift diskurs widmet sich den Verbindungslinien und Widersprüchen, die sich zwischen Gefühlen/Affekten und verschiedenen Varianten individuellen wie kollektiven Widerstandes ergeben. Es werden Beiträge erbeten, die sich theoretisch und/oder empirisch mit folgenden drei Themenbereichen oder damit verwandten Fragen beschäftigen.

 

I) Protest im Affekt oder Affekt im Protest?: Welche Rolle spielen Gefühle/Affekte bei Protesten, wie mobilisieren sie und auf welche Weise kommen sie zum Ausdruck, etwa hinsichtlich der Angst vor politischer Repression? In welchen individuellen wie kollektiven Widerstandspraktiken manifestieren sie sich und in welcher Beziehung stehen sie zur viel beschworenen Rationalität? Welche Rolle spielen Gefühle/Affekte in der Ermöglichung milieuübergreifender Bündnisse – wie beispielsweise hinsichtlich der Liebe zur Natur oder der eigenen Nation?

 

II) Medium – Affekt – Kunst: Inwiefern wirken Gefühle/Affekte zugleich als Medium, Ziel und Katalysator von Widerständigkeit? Wie nutzen insbesondere Akteure der Politik, der Kunst und des Digitalen Gefühle/Affekte, um Aufmerksamkeit zu erregen, Einfluss zu nehmen oder politische Veränderungen zu bewirken? Wie finden sie Eingang in Praktiken, die als „kritisch“ gelabelt werden – etwa in situativen Verweigerungshaltungen, gezielten Twitterbotschaften oder kreativen Performances? Zu welchen neuen Widerstandsformaten führt eine Betonung von Gefühlen/Affekten?

 

III) Wissenschaft mit Gefühl?!: Wie ist die aktuelle Gefühlskonjunktur in den Sozial- und Geisteswissenschaften einzuschätzen? Auf welche Weise gehen Gefühle/Affekte in gegenwärtige Analysen gesellschaftlicher Verhältnisse und konkreter Widerstände ein? Wie lässt sich diese Dimension überhaupt ausgewogen integrieren? Welche theoretischen Probleme erzeugt die Fokussierung auf Affekt/Gefühl und wie kann sie kritisiert werden? In welcher Weise halten Gefühle/Affekte bereits Eingang in Erkenntnisverfahren wie beispielsweise in erschütternde Genealogien oder (auto)biographische respektive -ethnographische Vorgehen à la Didier Eribon oder Annie Ernaux?

Eure Beiträge könnt ihr bis zum 31. März 2020 einreichen. Für die Einreichung findet ihr auf der Homepage eine extra Funktion. Außerdem steht die Redaktion bei Rückfragen zur Verfügung unter: redaktion@diskurs-zeitschrift.de. Einreichungen sollten maximal 50.000 Zeichen lang sein. Weitere Hinweise zur Formatierung findet ihr hier.

©2019 DNGPS e.V.

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